Platzierung der Fenster im Haus – welche sollten nach Osten und welche nach Westen gerichtet sein?

Bei der Wahl einer neuen Verglasung für Ihr Haus sind nicht nur die Parameter, das Aussehen oder die Qualität der Verarbeitung wichtig. Bei der Auswahl von Fenstern ist auch deren Anordnung wichtig. Ihre Position beeinflusst an das, um welcher Tageszeit, der Raum gut mit Tageslicht ausgeleuchtet ist.

 

Richtungen der Welt und Fenster

Je nachdem, in welche Richtung die Fenster in der Welt zeigen, wird ein Raum im Haus tagsüber unterschiedlich intensiv vom Tageslicht erhellt.

Volle Sonneneinstrahlung ist nicht ratsam – sie führt zu einer Überhitzung des Hauses. Andererseits ist eine vollständige Beschattung des Innenraums auch nicht von Vorteil. Ein solcher Raum benötigt künstliches Licht und ist oft kälter als der Rest des Hauses, was im Winter unangenehm sein kann und eine erhöhte Heizleistung erfordert. Wie kann man also die Verglasung so einstellen, dass die einfallenden Sonnenstrahlen zu unserem Vorteil wirken?

 

Die Anordnung der Fenster in Ihrem Haus – planen Sie sie mit Bedacht!

Wenn Sie sich in der Planungsphase befinden, haben Sie die Möglichkeit, Ihre Fenster richtig anzuordnen. Wie kann man das tun?  Es kommt darauf an, welche Räume viel Sonnenlicht bekommen sollen und welche besser im Dunkeln bleiben.

Worauf ist bei der Auswahl zu achten? Hier sind unsere Tipps.

  1. Nach Norden ausgerichtete Fenster – geeignet für Küche, Bad, Toilette, Arbeitszimmer und Schlafzimmer.Durch die nach Norden ausgerichteten Fenster ist der Raum den ganzen Tag über ähnlich beleuchtet. Der Raum heizt sich nicht auf und die Sonne blendet uns nicht. Dies sind ideale Bedingungen zum Arbeiten, Kochen oder Schlafen.
  2. Nach Süden ausgerichtete Fenster – sind am besten für das Wohnzimmer und das Kinderzimmer geeignet. Fenster, die nach Süden ausgerichtet sind, lassen in der zweiten Tageshälfte viel Licht in den Raum. Die Sonnenstrahlen, die auf das Glas fallen, heizen es auf, erwärmen den Innenraum und verbessern die Energiebilanz des Gebäudes. Die Zimmer auf der Südseite sind hell und gemütlich, und eine große Dosis Tageslicht begünstigt das Funktionieren und verbessert die Stimmung.
  3. Westliche Fenster – es ist besser, sie zu vermeiden. Warum? Die Westsonne heizt so lang und stark das Raum, dass sie zu einer Überhitzung der Räume führt, was besonders im Sommer problematisch ist.Das macht Ruhe und Arbeit unmöglich, es blendet uns und macht uns müde. Es ist dann notwendig, den Innenraum mit Jalousien oder Rollläden zu verdunkeln.
  4. Östliche Fenster – sie werden für ein Arbeitszimmer, ein Esszimmer, eine Küche oder ein Schlafzimmer empfohlen.  Fenster, die nach Osten ausgerichtet sind, lassen die Sonne morgens als erstes herein, während später am Tag die Räume gleichmäßig beleuchtet werden. Es ist jedoch zu bedenken, dass es durch den Lauf der Sonne am späten Nachmittag bereits recht dunkel in der Raume sein kann.

 

Lichtdurchlässigkeit der Verglasung

Nicht nur die Fenster beeinflussen an die Menge an Sonnenlicht in einem Haus. Wie viel Licht in das Haus fällt, hängt von anderen Faktoren ab, z.B. von dem Glas.  Konkret hängt es von der Lichtdurchlässigkeit (L), und von dem Gesamtenergiedurchlassgrad der Sonnenenergie (g).

Wenn Sie möchten, dass die Verglasung viel Licht durchlässt, sollten Faktoren wie L und g so hoch wie möglich sein.  

Achtung! Im Winter kann dies nützlich sein, da das Haus durch die Sonne erwärmt wird, im Sommer wird dies problematisch, da die Räume zu stark erhitzt werden.

Das Sonnenlicht in Ihrer Wohnung hängt auch davon ab, was sich vor Ihrem Fenster befindet. Große Bäume, Sträucher, eine überdachte Terrasse oder hohe Gebäude in der Nähe können Licht „wegnehmen“. Ihre Anordnung, sofern wir darauf Einfluss haben (z. B. im Garten), bestimmt auch, welche Räume von der Sonne beschienen werden oder in welchen Räumen wir im Schatten sitzen werden.